05.09.2014

Clubtreffen der XJ/FJ Fahrer in Sievershagen

 

 

Heute Vormittag bin ich zu einem XJ-FJ Fahrertreffen aufgebrochen. Das Treffen findet in Sievershagen/Ottenstein statt, einem kleinen Dorf an der Weser, in der Höhe von Bielefeld (nicht in der Nähe). Organisiert wurde das ganze vom XJ-Forum, wobei ich Norbert besonders danke (außer für den Bigband-Jazz).

Ich startete gegen 10 Uhr und fuhr in nord-östlicher Richtung durchs schöne Sauerland, wobei ich Autobahnen vermied. Schwer beladen fuhr ich auch nicht schneller als 70-80km/h, so das die Reise ca. 250km bis zum Nachmittag dauerte. Außerdem waren im Sauerland viele 40t-LKW´s unterwegs, die waren ein großes Hindernis und mit der voll beladenen Kiste schlecht zu überholen. Der Benzinverbrauch lag bei günstigen 3,3l.

 

Der Gasthof in Sievershagen war außerhalb des Dorfes gelegen, sehr einsam, nur einige Krawallbiker störten die Ruhe. Nach Einbruch der Dunkelheit gab sich auch das. Ein anderes Pärchen hatte ebenfalls ein Zelt dabei, wir bauten unsere Zelte zeitgleich auf und ich stellte fest, das sie wesentlich schneller waren als ich. Ein Coleman-Zelt für 130€ steht viel schneller als ein Boston2 für 50€.... 

Abends aßen und tranken wir gemeinsam und führten ausgiebige Benzingespräche. Ich stellte fest, das die anderen zumeist viel mehr Ahnung von Motorrädern und Technik hatten als ich.

Gegen 22 Uhr wurde es kalt, ich verzog mich zum Schlafen in mein Zelt, die anderen gaben sich drinnen noch die Kante. Das Zelt ist überraschend geräumig, es hat nicht im Wind geflattert oder sonstige Geräusche gemacht. Der Schlafsack (Louis 70er) war warm (10°), das aufblasbare Kissen nicht wirklich bequem. Die Isomatte 3mm von Aldi hat den Test nicht bestanden. Viel zu dünn und sogar auf der weichen Wiese noch hart und unbequem.

Am nächsten Morgen frühstückten wir schon nach 8 Uhr, dann machten wir uns fertig für einen Ausflug auf den Motorrädern. Ich hatte noch "Gesäßschmerzen" vom Vortag und drehte nur eine kleine Runde für mich allein. Das Ziel meines Ausfluges war ein Berg mit Namen Köterberg, von dem man einen tollen Rundblick hat. So ca. 30-50 andere Motorradfahrer hatten die gleiche Idee. Oben angekommen fing es an zu regnen, war aber nur ein kleiner Regenschauer. Nach einer halben Stunde war´s vorbei und ich fuhr zurück zum Gasthof. Unterwegs lag viel Laub und Äste auf der Straße, hier hatte es heftiger geregnet. Auf dem Gasthof sah es dann entsprechend aus. Nach Aussagen der anderen Gäste hatte es hier heftig geregnet und sogar gehagelt. In meinem Zelt gab es dann auch ein Paar nasse Stellen. Das lag aber nicht am Zelt, sondern war meine Schuld. Ich hatte die Belüftungsöffnungen nicht geschlossen.

Gegen Nachmittag trafen dann nach und nach die anderen ein und auch noch neue Gäste. Abends wurde gegrillt, viel Bier und Schnaps getrunken und noch mehr über Motorräder gequatscht. Dann packte Norbert seinen Laptop aus und "verwöhnte" uns mit Bigband-Jazz. Ich wollte zuerst in mein Zelt flüchten, aber dadurch wäre ich der Musik nicht entkommen. Außerdem war ich nüchtern. Ein Bier macht nicht betrunken genug. Gegen 22 Uhr wurde es dann wieder kalt und ich verzog mich in mein Zelt. Die anderen verzogen sich nach drinnen und malträtierten noch was ihre Leber. Draußen regnete es noch kräftig, aber das Zelt blieb dicht.

Am nächsten Vormittag brachen wir unsere Zelte ab (ich zumindest auch wörtlich) und machten uns auf die Heimreise.

Ich fuhr zunächst links der Weser, wo wenig Verkehr war, dann ab Beverungen auf die andere Seite. Ab da regnete es wieder in Strömen, ich hatte zum Glück Regenklamotten an. Jenseits der Weser hörte der Regen dann aber wieder auf.

In Borgentreich fand ich eine günstige Tankstelle und der Tankwart füllte mir persönlich den Tank. Von da an  war es nur noch ein kurzer Ritt durchs Sauerland, heute ohne LKW. Unterwegs führte mich mein GARMIN Navi noch mal kräftig in die Irre, weil es eine 3 Jahre bestehende Riesenbaustelle nicht kannte. Herzlichen Dank dafür...

Anmerkung: Viele Gäste des Treffen beklagten das ruppige und unfreundliche Verhalten der Wirtin "wir sind nicht das Hilton und wollen´s auch nicht werden". Daher war das dann auch das letzte Treffen da. Bis auf den blöden Spruch von ihr hatte ich nichts auszusetzen. Aber ich war ja auch Camper und kein Hotelgast. Finanziell war es jedenfalls günstig, Zelten war "umsonst", Frühstück 6€, Abends Fleisch und Würste satt vom Grill, persönlich vom Koch zubereitet, dazu diverse Salate und Beilagen:  11€, Pils 2,50€ oder so...

Fazit: Essen lecker, Bier günstig, Toilette 10m weg. Eigentlich eine gute Location... aber die Wirtin...

Hier noch ein Paar Impressionenen aus Sievershagen, die mir von Norbert aus dem XJ-Forum geschickt wurden. Vielen Dank für die tollen Fotos.

Das einsame blaue Zelt ist meins, rechts ich bei der Abreise in Erwartung böser Regenfluten...die kamen dann auch.