Motorradtreffen in Godelheim/Höxter

 

07-09.08.2015

Freitag: Am Abend vorher das Motorrad beladen, die selben Sachen wie immer, nur weniger Essen&Trinken. Morgens nach einem kleinen Regen mit der Kiste auf die Dosenbahn A1, dann weiter die A4 bis Olpe. Danach weiter die B55 durchs Sauerland. Langweilige Strecke, aber wenig Verkehr und gut zu fahren. Später die B1 und B 64 ?? bis Godelheim. Godelheim liegt an der Weser in der Nähe von Höxter und ist ein eher unbedeutendes Kaff, ähnlich wie Bielefeld oder Hanover. Aber die Godelheimer sind sehr nett, sogar die Rocker vom örtlichen HD-Club. Ich war schon um 1400Uhr da und hatte viel Zeit mich mit dem Wirt und einigen Gästen zu unterhalten, bis die ersten XJ-Fahrer eintrafen. Die kamen dann zwischen 16 und 18 Uhr, einer sogar mit dem Motorrad IM Kleinbus... das war nicht nur mir peinlich, sondern sogar dem Wirt. Am frühen Abend waren dann so ca. 15 Personen da. Wir schoben die Tische zusammen, aßen und tranken fleißig und führten viele Benzingespräche. Ich hatte bereits vorher mein Motorrad abgeladen meine Klamotten den weiten Weg bis hinter das Haus geschleppt und dort im Garten mein Zelt aufgebaut. Als es dunkel draußen wurde und die Mücken kamen, verzog ich mich in mein Zelt und pennte zeitig ein. Nebenan zelteten noch 2 Dänen, die waren am Abend eingetroffen, wollten erst zu einem richtigen Campingplatz, haben es sich dann aber doch  anders überlegt. Gute Entscheidung. Das Campen fand ich richtig klasse, erstens kostenlos, zweitens sehr ruhig und am Comfort meiner Behausung gab es nichts zu meckern. 

Samstag: Am nächsten Morgen gegen 7 Uhr machte ich mir mein Frühstück am Zelt, Kaffee und Müsli, wie immer. Danach spülte ich mein Geschirr und ging dann zu den anderen. Wir wollten eine Ausfahrt in der Gruppe machen, aber irgendwie kamen die nicht vorran. Also hatten wir noch eine Menge Zeit. Die Hotelgäste beschwerten sich über die Zimmer und über den Service. Die selben Klagen wie im letzen Jahr von den selben Leuten. Ich hatte nichts zu meckern, mein Zelt war OK! Als um 11 Uhr noch immer nichts passierte, besprach ich mich kurz mit einigen Mitfahrern und wir fuhren kurzerhand in der Minigruppe zu 6 Motorrädern los. Die anderen gucken, aber uns war das egal. Gute Entscheidung: Manni hat eine super Route gefunden, kleine Straßen, fast kein Verkehr...nur nach dem Nasenkompass. Nach 2 Stunden und mehreren Pausen (Tanken, Kippen, Panne), löste die Gruppe sich auf, die anderen fuhren fürstlich Speisen, ich besuchte meine Verwandschaft in der Nähe. Ich überquerte auf einer winzigen Fähre die Weser (Foto), Fahrpreis 1,50€. Dann weiter in Richtung Göttingen Nord. Die Strecke kannte ich noch, obwohl ich schon 10 Jahre nicht mehr da war. Meine Verwandschaft erkannte mich, zumindest nachdem ich den Helm abgenommen hatte. 

Am späten Nachmittag machte ich mich auf den Rückweg nach Godelheim, überquerte zum 2x die Weser, diesmal mit einer noch kleineren Fähre. Fahrpreis: 1,50€, dann weiter die Weser entlang und zurück nach Godelheim zum Rest der Truppe. Gegen Abend sind dann auch die anderen nach und nach wieder eingetroffen. Ich gönnte mir ein leckeres Essen und ein Bier und ging zeitig pennen. Vorher hatte ich gesehen, die Dänen hatten ihre Motorräder am Zelt. Also folgte ich ihren Reifenspuren, weiter die Straße lang, um die Ecke und stand wieder vor meinem Motorrad. Ich fuhr es kurzentschlossen ebenfalls zum Zelt. Ohne Helm, in Sandalen und kurzen Hosen...aber die 100m war das egal. Als das Motorrad auf der Wiese stand, suchte ich noch ein passendes Brettchen damit es nicht einsinkt und umfällt. Nach kurzer Suche fand ich eines, ging zurück zum Motorrad...zu spät. Egal, war nichts passiert. Fällt ja nicht zum ersten Mal um! 

Sonntag: Morgens um 7 Uhr wieder Frühstück, Kaffee&Müsli, dann in aller Ruhe das Zelt abbauen und das Motorad beladen. Gegen 9 Uhr fuhr ich wieder vors Haus, verabschiedete mich von den anderen und dem Wirt und machte mich gegen 930 h wieder auf den Heimweg. Ich fuhr an der Weser so gut es ging, durch Kassel, Baunatal, dann Fuldatal...und quer durchs Sauerland nach Winterberg. Hinter Winterberg ein kurzer Tankstop, dann weiter in Richtung Olpe. Ein Stück A4, ein Stück B55...dann war ich wieder zurück. Der Tag war sonnig und warm, ICH hatte keinen Stau (bis auf das blöde Radrennen bei Kassel) und keine Probleme. Auch wenn es beim nächsten XJ-Treffen garantiert wieder eine neue Location gibt, ich würde auch nach Godelheim fahren!