Umbau XJ600 zum "RTW-Bike"

 

Nachdem ich mit meiner Oromoto Probleme hinsichtlich der Qualität und Zuverlässigkeit hatte, wollte ich mir für hier ein absolut zuverlässiges und sparsames Motorrad bauen. Wie der Zufall es wollte, hatte ich bereits eines: Meine alte XJ600. Mit der ich fast nie Probleme hatte und das auf inzwischen über 100000km.

Die XJ ist kein richtiges "Weltreisemotorrad", wie die XT Tenere, die Transalp oder die African Twin. Aber so lange man auf der Straße/Feldweg bleibt, ist das Weiterkommen kein Problem. Es geht langsam, aber es geht. Mann kann nicht so über die Schlaglöcher und Bodenwellen drüber heizen wie mit der 250er Oromoto. Die XJ fährt man im Sitzen, stehen geht nur ganz kurz. Federwege sind kaum vorhanden.

Voll beladen ist der Unterschied dann nicht mehr so groß. Über "Stock&Stein" würde ich auch mit der 250er nicht fahren wollen. Schon gar nicht mit Sozia!

In Ecuador hätte ich die meisten Straßen auch mit der XJ fahren können. Aber nicht bei jedem Wetter und auch nicht so schnell. 10cm hohe Schlammfluten und Sturzbäche vertragen sich nicht mit dem Straßenprofil der XJ-Reifen. Mit dem K58-Profil ginge das besser...aber das gibt´s nicht in der passenden Größe von Heidenau.

Anmerkung: Manche Motorradreisende stellen sich die Frage, ob und wie weit so eine XJ600 Straßenmaschine denn für Motorradfernreisen geeignet ist... jetzt nach 100000km mit dem Motorrad kann ich nur sagen: Ja, aber mit Einschränkungen. Gut ist in jedem Fall der niedrige Verbrauch, die niedrigen Kosten/Km, die absolute Zuverlässigkeit und die einfache Art, damit ans Ziel zu kommen. Weniger gut ist, der mangelnde Komfort (Federung, Sitzposition) und die geringe Zuladung. Auf Reisen treffe ich aber viele andere Biker, die ebenfalls Straßenmotorräder nutzen, Norweger, Schweden, Finnen, Balten und Polen. Nur Deutsche Motorradfahrer meinen, sie bräuchten eine fette Reiseenduro... Auf Motorradtreffen in Deutschland werde ich auch schon mal schräg angesehen, bin zumindest der Exot unter all den großen Reisedampfern.

Aber ganz ehrlich: Eine 3 Jahre alte BMW-GS in ladenneuem Zustand, mit unter 6000km gelaufen, vom Besitzer nur am Wochenende bei Sonnenschein gefahren...1x zum Motorradtreff, stundenlang herum sitzen und quatschen und dann wieder heim...! Das ist peinlich!laugh

Wenn so einer dann noch auf´m Reisetreffen meint mir erzählen zu müssen, ICH wäre hier verkehrt, ich hätte ja noch "nicht mal eine Reiseenduro", dann werde ich grantig! no

 

 

Heidenau Reifen

Als ich meine XJ in 08/2007(32000km) gekauft habe, waren BT45 von 1997 aufgezogen. Die Reifen hatten noch ca. 3/4mm Profil, waren bei trockener Straße fahrbar, aber bei Nässe unfahrbar. Echte Holzreifen eben. Aber die liefen fast nicht ab.

Bei 50000 kaufte ich neue BT45. Nach 10000km bekam ich vorne einen Sägezahn, was typisch ist für BT45. Bei 80000km (blank) wurde er durch den Heidenau K63 ersetzt. Der Hinterreifen bei 70000/BT(blank) und 90000km/K64 (TÜV). Die BT´s sind gute Reifen für Heizer, laufen sich schnell ab und nach einem Jahr kleben sie auch nicht mehr. Außerdem gibt´s da ja noch den fiesen Sägezahn. Für mich der falsche Reifen.

Ich suchte eine Weile im Internet und fand die gut bewerteten und sehr haltbaren Heidenau K63/64. Da ich schon mit dem K58 (Roller) sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, probierte ich sie aus.

Meine Heidenau-Reifen K63/64, die ich jetzt schon zum 2x fahre, haben inzwischen ca. 25000/15000 km gelaufen und immer noch ausreichend Restprofil (2/3mm). Der Vorderreifen hat einen Sägezahn (so wie BT45) und flattert inzwischen heftig. Freihändig fahren ist nicht mehr!! Die K63/64 verscheißen bei mir ca. 20-30% geringer als die BT45. Bei trockener Straße sind sie gleichwertig, bei Nässe schwächer. Mit alten und abgefahrenen Reifen sollte man es im Winter bei Nässe sehr vorsichtig angehen lassen. Gilt für beide Marken. Bei winterlichen Straßenverhältnissen sollte man K58 fahren, oder das Motorrad stehen lassen.

Den K63 Vorderreifen habe ich nach 27000km aus Sicherheits- und Komfortgründen ersetzt. Das Fahrverhalten war untragbar. Lenkerflattern, läuft in jede Spurrille, bei Nässe keine Haftung. Profil hatte er noch ausreichend. Der neue K63 ist ein Riesenunterschied. Als wäre es ein völlig anderer Reifen.

Update: Nach der Südrunde den Hinterreifen ersetzt. Es hatte sich eine Beule gebildet, wo das Loch war. Hat 10000km mit Loch gehalten und eigendlich auch noch genug Profil. War aber bei Regen un-fahrbar. 

Update: Nach ca.15000km vorne und 7500km hinten sind die Reifen bei je 4,1mm Profil. Einen Sägezahn gibt es nicht und an den Flanken ist noch viel mehr Profil vorhanden. Bin halt viel geradeaus gefahren! 

Update: Nach ca.25000km vorne und 17500km hinten sind die Reifen bei ca.3,2mm Profil. Einen Sägezahn gibt es nicht. Ich kann immer noch freihändig fahren! 

Update: Nach ca. 30000km vorne und 22500km hinten habe ich die Reifen erneuert. TüV-Konform waren sie immer noch (Profiltiefe), aber sehr eckig gefahren... außerdem hatte ich ja Ersatz in der Garage. Auf "Weltreise" hätte ich damit aber noch locker 10000km fahren können...

 

 

XJ600 "RTW-Bike"

Auf den Fotos fehlen noch die zusätzlichen Seitentaschen an der "Nase". Wird demnächst geändert.

 

23.06.2015

Heute zwei "Hüfttaschen" von ASMC bekommen und am  Motorrad rechts und links an der Nase befestigt. 

Die kleinere für 16,99€ links:

 http://www.asmc.de/de/Transport/Taschen/Taschen/Huefttaschen/Hip-Bag-Combat-schwarz-p.html

Die größere rechts:

http://www.asmc.de/de/Transport/Taschen/Taschen/Huefttaschen/Guerteltasche-Mil-Tec-MODSYSTEM-schwarz-p.html

 Der Platz reicht locker für Trinkflasche, Grill, Handschuhe, Kleinkram... die Taschen ließen sich ohne zusätzliches Material befestigen. Nur mit den Zurrgurten und Gürteln die an den Taschen vorhanden sind.

Sehr gute Wahl, hat das Fahrverhalten des Motorrad deutlich verbessert.

 

Bevor ich mit der XJ auf große Europareise gehen konnte, habe ich einige Verbesserungen/Umbauten vorgenommen. 

Die Vorgabe war:

- weniger Verbrauch

- mehr Zuverlässigkeit

- mehr Fahrkomfort

 

Einige Umbauten hatte ich ja im Laufe der Zeit sowieso schon vorgenommen:

Änderung der Übersetzung auf 16-45 108 Glieder: 

http://mykettenkit.de/ 

Die Drehzahl sinkt um ca. 500U/min, der Verbrauch um ca. 0,5l. Bis 80 km/h bleibt das Motorrad unter der Drehzahl von 4000 U/min. bei der sie anfängt zu dröhnen!

Der Praxisverbrauch liegt bei ca.3,5l/100km voll beladen!

  

 

Crashpads: Schützen vor abgebrochenen Kühlrippen am Zylinder, wenn das Motorrad auf die Seite fällt.

 

hohe MRA-Tourenscheibe: Schützt vor Wind, aber das tieffrequente Wummern verstärkt sich. Gekauft bei Louis für ca. 60€. Die alte Scheibe war sowieso ganz ausgeblichen und rissig. (Hat leider die Südrunde nicht überlebt), also fahre ich wieder die normale Scheibe. 

 

Stahlflex-Bremsleitungen: Bremsleitungen aus Gummi sollten/müssen alle 4 Jahre erneuert werden. Stahlflexleitungen nicht. Außerdem haben sie einen besseren Druckpunkt. Meine sind von Polo.

 

Neue Radlager: Die Original Radlager von der XJ sind sicher nicht schlecht, haben ja immerhin fast 20 Jahre und mindestens 60000km gehalten. Aber sie sind nicht abgedichtet, das Fett wird ausgewaschen und Dreck kommt rein. Ergebnis: Radlager kaputt! Bei meiner XJ war das vorne rechts, sowie hinten links das Lager vom Kettenradträger. Daraufhin habe ich alle getauscht und durch C3-2RS Lager ersetzt, C3 erhöhtes radiales Lagerspiel), 2RS (beidseitig Gummidichtring). Eine Übersicht der Lager gibt´s hier bei X_Fish. 

http://www.600ccm.info/1/110729/Radlager_fuer_die_XJ_600_SN_deutlich_guenstiger_kaufen

Die neuen Lager halten wirklich, jetzt bei 130000km immer noch alle in Ordnung. 

 

 

12V Steckdose: Die erste Steckdose, war leider nur billiger Schrott. Hat die Tour nicht überlebt, ein Kabel hatte sich an der Dose gelöst (+) und beinahe hätte ich einen Kurzschluss gehabt. Die neue Steckdose (U2XUSB) ist viel solider und wird hoffentlich halten: 

https://www.louis.de/artikel/albrecht-doppel-usb-bord-steckdose/10006777?list=241588629&filter_article_number=10006777

Heizgriffe-Oxford: 

Heizgriffe: Für Fahrten im Winter oder über Passstraßen sehr geeignet. Mit Winterhandschuhen bis -5°, mit Lenkerstulpen sogar -15°. Die Oxford sind Welten besser als die billigen Saito. Ich fahre sie auf beiden Motorrädern und bin absolut zufrieden. Bei Amazon deutlich billiger als bei den großen Zubehörketten.

http://www.amazon.de/OXFORD-Heizgriffe-Hotgrips-Original-Motorr%C3%A4der/dp/B0045NK2K6

 

 

Kurzgasgriff:

Der normale Gasgriff der XJ ist zu lang. Mann muss schon richtig das Handgelenk verdrehen um Vollgas zu geben. Mit dem Kurzgasgriff geht das viel einfacher. An der Ampel mit Vollgas los, früh Schalten, rauf in den 6. Gang. Spart sogar Sprit. Der Benzinverbrauch ist etwas (0,3l) gesunken. 

http://www.kc-engineering.de/aid-2252-Domino-Kurzhub-Gasdrehgriff-Corsa-br-Schwarz-Strasse-zweizuegig-Push-Pull-br-br-br.html 

 

Throttle-Rocker: Handballen-Stütze für den Gasgriff:

Der "rockt" wirklich. Auf langen Touren einfach mit dem Handballen Gas geben. Ganz entspannt, ohne jede Anstrengung. 

https://www.louis.de/katalog/suche?search_term=throttle-rocker&searchButton=&page=1&main_category_id=460

 

 

K&N Dauerluftfilter:

http://www.sportluftfilter-shop.de/sportluftfilter/motorrad-filter_YA-6092.htm

Kann unterwegs problemlos mit Druckluft ausgeblasen werden, oder notfalls auch mit Spülmittel und einem Pinsel.

 

Shido Batterie: 

http://www.motorrad-ersatzteile24.de/Ersatzteile-Produktdetails/107010295,LITHIUM-IONEN%20Batterie%20YTX9-BS%2012%20Volt.html 

Diese Batterie ist sehr leicht und hat jede Menge Power, so lange sie funktioniert. Die erste Batterie ist mir übergekocht und war tot. Die zweite (Garantieumtausch) war morgens leer (Heizgriffe an gelassen). Anschieben oder überbrücken hat nicht geholfen, 3x versucht. Batterie wird von der Lima nicht geladen, Motorrad geht schlagartig wieder aus.  Ich musste 1600NOK für eine neue Batterie bezahlen. Der Chef der Werkstatt erzählte mir:"Ja, so eine LI-Ionen Batterie hatte ich auch, die ist mir explodiert"!

Das "beste": Zuhause habe ich die Batterie an mein Ladegerät gehängt, am nächsten Morgen war sie wieder voll geladen und funktioniert seither einwandfrei. So eine Batterie ist für´s Motorradreisen total ungeeignet. Höchstens als Reservebatterie geeignet. 

 

Sitzbank aufpolstern und Gelkissen unter dem Bezug: 

http://stores.ebay.de/kickstarterclassics/SITZBANK-Sattel-Sitz-seat-/_i.html?_fsub=14 

Geht mit dem Set und kostet nicht die Welt. Wichtig: Die benötigte Breite des Kunstlederbezuges ausmessen. Die sparen da gern. Zusätzlich benötigt man noch gute Klammern, einen Tacker und Polsterband. Gibt´s im Bauhaus. Das Gelkissen gab es bei Louis im Angebot.

 

Tourenlenker:

http://www.polo-motorrad.de/de/superbike-alulenker.html 

Entspanntere Sitzposition und mehr "Gefühl" beim Kurven fahren. Allerdings auch breiter... und man passt im Stau nicht mehr zwischen den Dosen durch.

 

Handprotektoren: Schützen gegen Steinschlag, Regen, Wind und Kälte. Gab es bei Polo für ca. 15€. Damit kann man sogar im Winter bei minus 5° und Heizgriffen auf kleiner Stufe stundenlang Motorrad fahren (Bild unten). Gab es bei Polo für ca. 15€. Sind aber schon länger nicht mehr im Angebot!

Faltenbälge: 

http://zswebsrv01.zweirad-schubert.de/faltenbalg-telegabel-etzts2501-2-stck

Dank an "Gerhard aus HH" vom XJ-Forum, der diesen Tipp hatte. Faltenbälge schützen die Gabelrohre zuverlässig gegen Dreck, Salz und Wasser. Nie mehr Simmeringe wechseln. Die Standard-Bälge vom Zubehör taugen nix und sind schnell kaputt. Die "Simson" Faltenbälge sind noch echte DDR-Qualität und auch noch billiger (Bild oben).

 

Kern Gabelstabi

http://shop.kern-stabi.de/Yamaha/XJ-600-N-S-Diversion/XJ-600-N-S-Diversion-Baujahr-1992/Gabelstabilisator-Standard-Flach-Poliert.html?force_sid=4d988c9a4c92ab6d6822330301de8956

Aufgrund zahlreicher Empfehlungen im XJ-Forum habe ich mir einen Kern Gabelstabi bestellt. Der Stabi ist hochwertig verarbeitet und macht einen sehr guten Eindruck. Die Montage ist (eigentlich) selbst erklärend. Lose vormontieren, Schraubensicherung auftragen, Stabi ausrichten und gleichmäßig (Spaltmaße) fest ziehen (handfest). Dabei ein bisschen Platz zum Kotflügel lassen...sonst gibt's später Kratzer und unschöne Geräusche beim Fahren. Eine ABE liegt bei.

 

Gepäckträger: Gebraucht gekauft und mit freundlicher Unterstützung von Rainer (XJ-Forum)montiert.

 

Bremsscheiben: Wave-Bremsscheiben vorne und hinten von FRANCE EQUIPMENT, dazu die passenden Sinter-Bremsbeläge von AP: FE.Y604V, FE.Y505V, LMP263SF, LMP170SR

 

 

Federbein erneuert Nach 125000km habe ich das Federbein erneuert, ein YSS-Topline 506

https://www.lxs-motorbike.de/federbein-mono-yss-einstellbar,3,172,115689?gclid=CNG7sOXV2McCFUFmGwodt0wK5w

Mit 270€ günstiger als ein original Yamaha Federbein. Ich fahre das Teil jetzt schon einige Tausend Kilometer. Das Motorrad fährt sich besser, federt besser und ist deutlich strammer als vorher. 

 

Alarmanlage Legos 2

http://motorradteile-preiswert-kaufen.de/epages/04b2ae5f-81fe-446c-83e3-73d68714fcaf.sf/de_DE/?ObjectID=7088207  mit 109€ billiger als Amazon. 

Dazu noch den passenden Erschütterungssensor:

http://motorradteile-preiswert-kaufen.de/epages/04b2ae5f-81fe-446c-83e3-73d68714fcaf.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/04b2ae5f-81fe-446c-83e3-73d68714fcaf/Products/2004

Da die Alarmanlage nicht 100% Wasserdicht ist und es keine Garantie gegen Wasserschäden gibt, habe ich sie zerlegt und die Platine beidseitig mit Sprühwachs versiegelt. Sollte jetzt Spritzwasser eindringen, wird sie hoffentlich nicht rosten. Der Einbau war kein Problem. Es gibt ja Menschen die meinen, sich ungefragt auf anderer Leute Motorräder setzen zu dürfen und dann lustig am Gasgriff zu drehen, oder diverse Schalter zu verstellen. Die neue Alarmanlage wird sie hoffentlich davon abhalten. 

 

2 Munitonskisten als Seitenkoffer:

http://www.militaerbestaende.de/Transportbehaelter-Kanister/US-Munitionskiste-Kunststoff-gebraucht::4783.html 

"Richtige" Koffer kosten viel Geld, die hier kosten nur 9,50€ und wenn sie bei einem Sturz kaputt gehen, gibt´s für 9,50€ Ersatz. Außerdem sind sie sehr stabil, es geht aber nicht viel rein. Daher auch die zusätzlichen Seitentaschen. Nach einigen Reisen mit diesen Koffern finde ich: Sie sind deutlich stabiler, als alle teuren Markenkoffer, dazu auch noch 100% wasserdicht. Das sind die 500€-Koffer häufig nicht! Spätestens nach dem ersten um-faller sind die Alukisten undicht!

 

2 Seitentaschen aus LKW-Plane/Kunststoff am Koffer: Hatte ich noch im Keller liegen. Perfekt für leichte Sachen, die auch mal nass werden können. Wenn das Motorrad auf die Seite fällt, landet es auf den Taschen. Die polstern den Sturz ab. Ortlieb-Seitentaschen können das natürlich viel besser, sind sogar wasserdicht. Sie kosten aber auch 119€.

Um die Koffer am Kofferträger einzuhängen, habe ich mir aus Winkelblechen je 3 Halter gehämmert (Bild). 10 Bleche hatte ich noch herum liegen. Ansonsten: In den Schraubstock einspannen und drauf...nach dem 3. Blech wird´s besser! Die Taschen werden mit Karabinern in Ringmuttern M6 eingehängt. Diese verwende ich auch für das U-Schloss, mit dem ich die Koffer abschließe und mittels Kette gegen Abhängen und Klauen sichere. Die Kette ist Meterware vom Bauhaus, ebenso die Schutzhülle (Gartenschlauch) Alles von Bauhaus. Kette und Schlauch passend ab-schneiden/-sägen, Einen Draht oder ein Seil durch den Schlauch ziehen. Ein Ende an der Wand befestigen, das andere an der Kette. Dann den Schlauch in beide Hände und die Kette langsam und kraftvoll durch ziehen. Seife oder Spüli hilft.

Damit sie nicht aus den Trägern hüpfen, wenn ich über eine Bodenwelle fahre, habe ich einen Gummizug angebracht. Den gibt es für kleines Geld in der Nautik-Abteilung bei Bauhaus.

Munitionskoffer von millitaerbestaende.de gebraucht

Dank an Martin von :http://www.600ccm.info/1/1/ auf dessen Seite ich die Koffer und eine Umbauanleitung gefunden habe.

Die Halter sind innen und außen mit Teichfolie abgedichtet, damit kein Regenwasser in die Koffer kommt. Die Muttern wurden mit Schraubensicherung befestigt. Einige U-Scheiben gleichen die Unterschiede am Koffer aus. Martin hat das professioneller gelöst. Aber das Set von Touratech war mir zu teuer. Innen habe ich ebenfalls zurecht geschnittene Bleche verbaut, damit es mir die Schrauben nicht ausreißt. Ebenfalls mit Teichfolie abgedichtet und mit Panzerband abgeklebt. Damit es keine Kratzer gibt, oder mit den Kofferinhalt beschädigt. Zuletzt habe ich mit meinem Trennschleifer/Flex die Plastiknasen/Munitionshalter an den 4 Deckeln grob weg geschliffen. Mit einer kleineren Trennscheibe wäre ich auch besser in die Ecken gekommen, aber besser als nix.

 

Garmin ZUMO350 Navi: Von der Hardware her ein solides Navi, viele OSM-Karten, lebenslange Updates. Leider miese Software und noch mieserer Service. Für das Nachfolgemodell 390 gibt es die Funktion "kurvige Route". Diese Funktion wurde bei den Vorgängermodellen nicht aktiviert, obwohl es zahllose Reklamationen und Beschwerden seitens der Käufer gab. Mehr noch, die Funktion gab es bei der Softwareversion 6.0 versehentlich, bei 7,0 wurde der "Fehler" behoben... Außerdem gibt es immer noch nicht die Funktion "clever tanken", obwohl Garmin diesen Service als App für Smartphone anbietet. In meinen Reiseberichten Nordkapp und Gibraltar beschreibe ich anhand von konkreten Beispielen wie scheiße die Software wirklich ist! no

 

 

Motoröl: Ich fahre ausschließlich Mineralöl aus dem "Baumarkt". 

http://www.thomas-philipps-onlineshop.de/auto-und-fahrrad/motoroel-15w-40 

Dieses Öl kaufe ich in der Filiale (nicht online). Gibt´s 1x im Jahr noch 1€ billiger im Sonderangebot.

Dieses "Baumarktöl" fahre ich jetzt 100000km, dem Motor geht es gut. 

 

Ölfilter: Als Ölfilter verwende ich diesen hier: 

http://www.motorradteile-service.de/Oelfilter-OC-575-MAHLE::308764.html

Gab es im Angebot für unter 5€. Einen Unterschied zum normalen Champion-Filter für 9€ aus dem Zubehör konnte ich nicht feststellen.

Ölwechsel alle 5000km, Filterwechsel alle 10000km... 

 

Nachdem meine H4 Birne Motovison kaputt gegangen war, habe ich auf die hier umgerüstet:

Philips Lifetime 4x. Sie halten 4x länger als Standardbirnen, das wären dann ca. 200000km.

http://www.amazon.de/Philips-12342LLECOB1-Scheinwerferlampe-Long-Vision/dp/B005L9EZP6

Etwas weniger hell als die Motovision, aber nicht das es stören würde. Besser ein bisschen weniger hell als auf einmal ganz dunkel!

 

Glühbirnennotfall-Set: Ich habe noch ein Set (H4 Birnen, Blinker-, Bremslicht, sowie Ersatzsicherungen) bei Lidl erstanden. Gab es im Angebot für 4,19€. Ich habe es links in der Nase in einer kleinen Tasche untergebracht. Zusammen mit einer kleinen Dose Kettenfett und gegenüber meine 1. Hilfetasche. Alles schnell griffbereit, ohne langes Suchen oder ab-rödeln. 

Fußpumpe: (Bild rechts) Für kleines Geld bei Lidl erstanden und im Bürzel vor dem Rücklicht untergebracht. Am zweiten Tag meiner Südrunde hinter Narbonne dann auch direkt gebraucht, um meinen

platten Hinterreifen aufzupumpen. 

 

Hupe: Subaru Impreza 139 dB

Ich habe für beide Motorräder mir diese Hupe bei Ebay bestellt. Kostet nur 15,95€ für zwei Stück incl. Versand. Kommt aus Hongkong, dauert (bei mir) nur eine Woche und wird vom Briefträger-in geliefert. 

 

Wie man auf den Fotos sieht, ist die Hupe deutlich größer. Daher ist die Montage auch nicht plug&play. Ich musste da schon biegen&basteln, bis sie richtig positioniert war. 

 

15.11.2016

Cree LED H4 Birnen Test

Ich habe mir zwei unterschiedliche CREE LED H4 Birnen bestellt und getestet.

Zunächst die Original Birne:

Nicht sehr hell, aber klare hell-dunkel Grenze

 

Dann die billige Cree LED von Amazon:

 

Kaum mehr Licht, keine hell-dunkel Grenze, blendet den Gegenverkehr

 

Jetzt die 25€ Birne von Allieexpress:

Ein Paar kleine Reflektionen, aber fast perfekt!

Mit Fernlicht sieht das alles dann so aus:

 

Fazit: Die "besseren" Cree LED´s (mit aktivem Lüfter) funktionieren sehr gut und blenden auch nicht den Gegenverkehr. Leider sind sie in Deutschland nicht legal, müssen also vor dem TüV aus- und wieder eingebaut werden... die billigen sind Schrott und gehören in die Tonne. Finger weg!

Einziger Kritikpunkt der besseren Birnen sind die Haltenasen auf Plastik für den Metallhalter. Sie brechen leider leicht ab, wenn man (ich) den Gummipömpel vom Scheinwerfer drüber fummelt. 

 

 

Gleichrichter/Spannungsregler

Auf meiner Reise nach Spanien "Motorradreise Spanien 2017 ist mir vor Millau der Gleichrichter kaputt gegangen und ich musste für teuer Geld einen neuen von Yamaha einbauen (lassen)...

-Erster (orignial) Gleichrichter bei ca. 60000 km kaputt gegangen

-Zweiter (Ebay 25€) Gleichrichter bei 135000 km kaputt gegangen

-Dritter (original Yamaha) Gleichrichter (147€) zzgl. Montage hält hoffentlich länger

 

Damit der länger hält, habe ich ein bisschen gebastelt:

 

 

Zwei Stücke dünnes Alublech zugeschnitten und unter den Gleichrichter montiert... soll die Abwärme besser ableiten. Wenn ich es über´s Herz bringe, bohre ich auch noch zusätzliche Luftlöcher in die seitliche Verkleidung... 

 

20.04.2018

Die obige Konstruktion hat mich nicht 100% überzeugt. Der Gleichrichter bekommt nicht genug Luft und der Hitzestau killt ihn dann irgendwann. Also habe ich (unter Schmerzen) zu einer radikalen Maßnahme gegriffen:

 

Durch die neuen Löcher in der Seitenverkleidung kann die heiße Luft abziehen und der 147€ teure Gleichrichter geht (hoffentlich) nicht wieder kaputt. Da ich den Akkubohrer schon mal in  der Hand hatte, habe ich auch noch Löcher in die Nase gebohrt und mit Schrauben und Muttern die Taschen besser befestigt. Die bisherige Lösung mit den Zippern war nicht so Vertrauen erweckend... cheeky