Leider ist die Seite momentan im Arsch. Wieder das alte "npage-Problem". An der Seite gearbeitet, abgespeichert...Datensalat!

Früher konnte man die Seite mit Copy&Paste einfach neu erstellen und die Schrott-Seite löschen... Aber: Dank der neuesten "Verbesserungen" geht das nicht mehr... Super! Danke für gar nichts... 

 

FJ 1200: Instandsetzung eines Schrotthaufens

 

 

Heute neu bei mir eingezogen: FJ 1200, Typ 3YA: Bj. 1992

https://vimeo.com/159599807

Meine XJ600 Diversion hat inzwischen fast 130000km gelaufen und ist durch repariert. Daher reifte in mir der Entschluss, mir ein anderes neues Motorrad zusätzlich zu kaufen...

Zunächst versuchte ich, eine Honda African Twin RD07 zu bekommen. Die sind aber auch gebraucht noch unglaublich teuer, selbst der letzte Schrott wird zu Mondpreisen gehandelt.

Beispiel: RD07, nicht fahrbereit, Getriebe defekt, Auspuff fehlt, Motorrad in Einzelteilen auf dem Garagenfußboden verteilt. Preis: 1.000€! Verkauft innerhalb von 2 Tagen. 

 

Ich habe dann aufgegeben und mir statt dessen eine FJ1200 gekauft. Im Internet hatte ich gelesen, die würde quasi im Orginalzustand bis zu 400000km halten, nur mit Ölwechsel und Verschleißteile erneuern. Ich beriet mich mit "Experten" und fuhr dann mit dem Nachtbus nach München,um mir das ausgewählte Motorrad abzuholen... Die kannst du blind kaufen, bei dem Preis und der Laufleistung kann man nichts falsch machen....

Leider war ich wohl ziemlich übermüdet und so sind mir einige Mängel zwar aufgefallen, andere aber nicht:

-hat kein ABS, obwohl im Angebot so beschrieben

-verliert Öl an der Zylinderfußdichtung (nicht viel, aber etwas)

-Tourenscheibe wurde mit der Stichsäge unfachmännisch und schief gekürzt

-Öl-Temperaturanzeige defekt, Anzeige defekt, Fühler fehlt 

 

Aber sie hat mich brav nach Hause gebracht, ohne defekte oder liegen zu bleiben...

Zuhause angekommen, Motorrad abgemeldet und angefangen auseinander zu bauen. Entgegen der Meinung der "Experten" aus dem Forum kann eine FJ 1200 mit unter 60000km sehr wohl eine Dauerbaustelle und ein herunter gefahrener Schrotthaufen sein. Dafür muss der Vorbessitzer sich aber schon richtig Mühe geben und z.B. 16 Jahre und 12000km lang nicht das Öl wechseln... oder den Luftfilter erneuern (viel mir fast entgegen) oder sich sonst wie um sein Motorrad kümmern. Wenn dann auch noch eine "Motorrad Fachwerkstatt Pablo Montoya" in München eine 700€ Pfusch-Reparatur durchführt, dann hat man (ich) ganz viel Arbeit. 

Aber: Erstens hat mir die Schrauberei (meistens) viel Spaß gemacht, zweitens habe ich viel gelernt und drittens: Wenn ich mal Scheiße gebaut habe, dann wenigstens nur an dieser "überschätzten Opakiste" und nicht an meiner guten XJ! wink

 


bisherige Reparaturen/Umbauten:

Polisport Handprotectoren: 34,90€

1x K&N-Dauerluftfilter, Autoteile Dick:50,20€

4x Zündkerzen, NGK IX: 40€

4x Offene Ansaugstutzen, gebraucht: 30€

1x Kupplungsschalter, Louis: 3,99€ 

2x Oxford Heizgriffe, VTN-GmbH: 57,48€

3x Shims:(Ford Zetec 25mm) zu 8,70€

4x Verbindung Luftfilter 1 und 2: 57€ (gebraucht)

1x Motor Dichtunssatz: 120€

1x Zylinderkopdichtung (extra wg. Dummheit):40€

4x Krümmerdichtung: je 2,99€

1x Auspuffdichtung (Tüte): 15€

12x Motorstehbolzen: (ca.) 175€

2X Bremsscheiben und Klötze, FE : (ca.) 480€

1x 18er Ritzel: 44€

1x 38er Kettenblatt: 24€

1x Kettenspanner (gebraucht, wg. Dummheit): 23€

1x 500mm Polsterfließ (Polsterwatte für Sitzbank): 5,99€

2m Kunstleder (Sitzbezug für Sitzbank): 4,90€

1x 12V USB Doppelsteckdose: 24,99€

1x 12V Digitale Spannungsanzeige: 9,96€

1x Öl Temperaturfühler, Bootskiste: 6,90€

1x Gewindeadapter (für Fühler): 3,77€

1x Digitale Öl Temperaturanzeige: 18,99€

2x Spiegel links und rechts, Louis (wg. Dummheit): 19,90€

1x Benzinfilter, transparent, auswaschbar: 8,95€

 

Werkzeug:

Fühlerlehre, 0,02-1,0mm, AnyTools: 6,95€

MEMO-Synchronuhren (Fa. Boehm): 129€

Kompressionsprüfer + 4 Adapter: 23,89€

Ventil Federniederhalter/Amazon: 10,99€

Ventilschaftdichtung Zange: Amazon, Geld zurück

Ventileinschleifer/Paste, Amazon: 9,99€

Digitaler Luftdruckprüfer, Louis: 14,95€

1x Heißklebepistole, Bauhaus 19,90€

1x zusätzliche Klebewürste 12mm: 8,95€

 

Sonstiges:

AZ-reptec ABS Rep-Satz, für Kunststoffschweißen Verkleidung: 11,44€

2x Procycle Vergaserreiniger: 5,99€

2x Procycle Motorreiniger (innen) 5,99€

2x Bremsenreiniger: je 1,39€

Backofenreiniger/Spray: 2,95€

5l. Motoröl (Spülöl): 8,95€

1x Plastidip (Sprühdose): 11,95€

1x Quick Steel Metal: 9,99€

1x Dirko HT: 13,99€

 

 

 

 

Peters Bastelstunden:

 

Im Bild links: Schutzbleck am Halter abgebrochen, die anderen Halter sehen nicht viel besser aus. Bild rechts: Spannungsriss am linken Blinker, nicht der einzige am Motorrad. Dafür habe ich den ABS Reparatursatz gekauft. Mit dünnen ABS-Streifen und einem Lötkolben die Risse von innen vorsichtig zu schweißen. 

 

 

Der Motor war total mit Öl und Dreck zu geschmoddert, so schön wie unten auf den Bildern sah er erst nach stundenlangem Putzen aus. War mir aber wichtig. Erstens hasse ich es, mit den Fingern in 24 Jahre altem Schmoder zu arbeiten. Zweitens könnte der Dreck beim Arbeiten in den Motor oder Vergaser kommen. 

Die Kabel, die da herunter baumeln sind von der Öl Temperaturanzeige...leider defekt!

 

Der Dreck von 24 Jahren... schon besser! 

links: Ansaugstutzen 98PS, (rechts Luftfilter Verbindung 1 und 2) kaputt, kosten 100€/Stück! crying

 

Heute wieder ein gutes Stück weiter gekommen. Vergaser ist ab, Ansaugstutzen sind ab, Ventildeckel abgenommen. Musste mir eine bessere Fühlerlehre bestellen. Daher ist für heute erst mal schluss!

 

Offene Ansaugstutzen sind eingetroffen und wurden umgehend eingebaut.

Gestern bei Ford einen 270er Shim bestellt und heute abgeholt (8,70€). Mit ein Paar Handgriffen eingebaut und den Deckel wieder fest geschraubt. 

Nach der Mittagspause habe ich die Krümmer-Rohre wieder eingebaut und den Deckel links. 

Nase und Schutzblech vorne mit ABS-Streifen und Lötkolben neu verklebt. Ist ganz ok geworden für den ersten Versuch.

Später habe ich noch den Deckel mit Hylomar abgedichtet und wieder fest geschraubt. Sollte jetzt dicht sein...

 

Der Motor läuft leider noch nicht wirklich gut, Öl verliert er auch am Deckel... Siehe letztes Foto!

 

Heute sind meine vor 6 Tagen bestellten MEMO Synchronuhren eingetroffen. Da es jetzt aber schon spät ist, kann ich erst morgen mit dem synchronisieren meiner Vergaser los legen. Das Werbeversprechen "Lieferung innnerhalb von 2 Werktagen" stimmte bei mir zumindest nicht. Ist aber lt. Herr Boehm vorher "noch nie" vorgekommen...

 

Heute morgen die Uhren angeschlossen und auch den Ventilator nicht vergessen.

Danach getestet: Bild 1 zeigt wie es vorher war, die "hervorrragende Arbeit" der Motorradwerkstatt!

Bild 2, wie ich es hin bekommen habe. Leerlauf ist immer noch zu niedrig, aber die Leerlaufschraube ist schon komplett drin... nach einer kurzen Probefahrt hat sich der Leerlauf bei 1100 U/min. eingependelt. 

 

 

 

Dazu gibt´s auch noch ein passendes Video! 

Am Schluss war die Pulle mit dem Benzin alle, der Schlauch zog Luft!

 

 

Die Probefahrt gestern war ein ziemlicher Reinfall. Sie läuft nicht gut, wird sogar immer schlechter. Schätze, der Vergaserreiniger hat den Dreck im Tank gelöst und dann die Düsen noch mehr verstopft. Die Kiste hat wohl in den letzen Jahren sehr sehr viel herum gestanden... wahrscheinlich noch mit halb vollem Tank. 

Daher habe ich heute den Vergaser auseinander gebaut und gereinigt. Ja, die Düsen waren dicht, Rost unten und ein bisschen Ablagerungen. Danach wieder zusammen gebaut und kurz Probe laufen lassen.

Läuft zwar auf allen 4 Zylindern, aber trotzdem nicht gut. Muss ich ab Montag nochmal ran. Nächste Woche kommt noch ein Kompressionstester... der könnte Klarheit bringen. Jetzt ist erstmal Feierabend. Sonntag habe ich frei! 

 

 

Heute den Luftfilterkasten wieder drauf gebaut und den Leerlauf noch etwas höher gedreht. Läuft kalt immer noch nicht ohne Choke, warm aber schon. Noch ein bisschen mit den Uhren synchronisiert... dann kam mein fetter Nachbar ans Fenster und hat herum gemeckert! Btw. Es war 1130 Uhr! 

Also Kiste aus und erst mal Mittag...

Leerlauf kalt mit Choke

 

 

Leerlauf warm ohne Choke

 

 

Zündkerze Nr. 2 ist schwarz! 

Heute das Motorrad wieder zusammen gebaut und auch die neuen Oxford Heizgriffe angebaut. 

Den rechten Auspuff abgebaut und eine neue Dichtung bestellt. Kostet ca. 15€ und kommen in ca. 2 Tagen. 

 

 

Samstag ist die neue Auspuffdichtung gekommen und wurde auch sofort eingebaut. Auspuff ist dicht. Eine Baustelle weniger... 

Sonntag Vormittag: Großer Moment...1. Probefahrt nach diverser Bastelei! 

Fährt sich leider nicht viel besser. Also zurück auf Anfang. Seitenverkleidung ab, Tank leeren, dann abbauen. Ventildeckel abbauen und alten Shim einsetzen... dann alls nochmal prüfen...passt schon!

Kompression nochmal geprüft (warm): 120, 120, 100, 110 PSI

Das ist Dreck!

Egal nachdem alles wieder zusammen ist und einer kurzen Mittagspause..

2. Probefahrt: Leerlauf kalt ist besser, das Geräusch ist immer noch da, könnte aber auch eine undichte Krümmerdichtung sein. Also 4 neue Dichtungen kaufen...

Fährt sich auch warm besser, Leerlauf schwankt aber zwischen 600 und 1100 U/min. je nach Motortemperatur.

Motor leckt an der rechten Seite über dem Öleinfüllstutzen, es bildet sich ein kleiner See. Dann läuft die Suppe durchs Ablaufloch rechts am Seitendeckel hinunter. Gute Nachricht: Es kann nicht so viel sein, wie es aussieht. Nach 800 gefahrenen Kilometern ist der Ölstand immer noch auf fast Maximum. 

Die neuen gebrauchten Luftfiltergummis bekommen schon erste Alterungsrisse. Habe sie mit selbstverschweißendem Gummiband umwickelt, damit es nicht noch schlimmer wird. Neu kaufen wäre besser gewesen, 57€ Lehrgeld. 

 

 

 

Heute sind die neuen Auspuffdichtungen (Motor/Krümmer) angekommen. Also wieder die Krümmer abgebaut, die alten Dichtungen heraus gepopelt, die Auslässe gründlich gereinigt und frei gekratzt.

Dann die neuen Dichtungen leicht mit Hylomar versehen und eingeklebt. Gungum war alle und sonst wären sie wieder heraus gefallen... die Krümmer wieder dran geschraubt, Motorrad zusammen gebaut und Probefahrt. Ja, das Klappergeräusch ist weg, Motorad klingt besser.

Aber: Leerlauf noch immer nicht gut, nimmt schlecht Gas an, drückt immer noch Öl raus. Es kommt Luft aus dem Öl-Einfüllstutzen, wenn ich ihn aufschraube... morgen noch mehr Basteln.

Dabei wollte ich doch keine "Bastelbude"! 

 

 

 

Heute mich (mal wieder) auf die Suche des Öllecks an meinem Motor gemacht. Dafür mir etwas gebastelt. Eine Fahrradfußpumpe mit Adapter an den Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung angeschlossen und gepumpt. Erst mal mit offenem Öl-Einfüllstutzen... Entlüftung ist frei. Dann mit geschlossenem und gehört, wo es heraus zischt. Mit dem Finger dann an der Fußdichtung des 4. Zylinders lokalisiert. Danach zur Tante und DIRKO-HT Dichtmasse besorgt. Ist ähnlich wie Hylomar, soll aber besser sein. Dann die Stelle entfettet und mehrere Schichten Dichtmasse aufgetragen. Ist von der Konsistenz ähnlich wie Bausilikon, aber eben hitzebeständig bis 280°.

 

 

 

Meine "Bastelarbeiten" mit Dirko-HT waren leider nicht erfolgreich. Die versiegelten Stellen sind zwar dicht, aber es zischt immer noch innen heraus, also irgendwo im Bereich des Stehbolzen, wo ich so nicht heran komme. Ergo: Motor ausbauen, Motor zerlegen, Dichungen erneuern... Mierda! 

Kompression nochmal geprüft: Luftfilter ab, Vergaser vollgas, etwas Öl auf den Kolben, Motor kalt: 

10, 10, 8,8, 10 Bar

Heute aber nicht, heute ist Feiertag! 

 

Druckverlust-Prüfung Marke Eigenbau (Bild unten)

Beim Aufräumen in der Garage habe ich einen alten Benzinschlauch gefunden und damit (Versuch Nr.2) einen Druckverlust-Tester gebastelt. 

-Schlauch vom Kompressionsprüfer im Zündkerzenloch hinein drehen

-daran den Benzinschlauch (50cm) befestigen (Klemmschellen), 

-diesen dann an eine Fahrrad Standfußpumpe (mit Manometer) anschließen

 

Ergebnis: Test bestanden! Kein Zischen, kein Druckverlust, bis 6 Bar kein Absinken in 2 min. Mehr konnte ich nicht hinein pumpen.. ich musste meine "meisterliche" Konstruktion mit der Händ zusammen halten, damit mir die Verbindung Benzinschlauch/Pumpe nicht auseinander fliegt! 

 

 

Heute am Nachmittag angefangen, das Ölverlustproblem zu beheben. Also alles von Vorne. Tank ab, Nase ab, Seitenteile ab, Luftfilter raus, Vergaser ab, Motordeckel ab... so weit war ich doch schon!

Kettenspanner gelöst und abgebaut, Nockenwellen (2) abgebaut. Schrauben (12) Motorstehbolzen abgeschraubt, sowie noch vorne Nähe Ölkühler und hinten überm Kettenspanner. Damit sollte der Zylinderkopf abgehen, tut er aber nicht... sitzt bombenfest. Alles mit WD40 eingesprüht und über Nacht einwirken lassen...

 

 

Heute 2. Versuch: Zylinderkopf lösen

Stand 12 Uhr Mittags: Sitzt nur noch vorne rechts und vorne Mitte. 

 

3. Versuch: Zylinderkopf lösen

1400 Uhr, der Kopf ist ab. Kühlrippen noch alle dran. 

https://picasaweb.google.com/117371212059259300173/6281957856340116049?authuser=0&feat=directlink

2100 Uhr 

Die Stehbolzen sind alle raus, total vergammelt und voll geschmoddert. Hat 2,5 Stunden gedauert, die zu kontern und dann raus zu drehen. Einige waren total fest gegammelt. Musste sie mit WD40 und hin- und her Wackeln erst mal vorsichtig lockern, bevor sie raus gingen... was  für eine Arbeit! 

 

So, Zylinder ist ab... war vergleichsweise einfach! 


Nur vorne, der Bolzen bei den Ölkühlerschläuchen war verrostet und verklemmt. Wird mich aber nie wieder behindern. Die Halterung vom Zylinder ist da weg gebrochen... 

Die Löcher von den Stehbolzen waren jedenfalls komplett verdreckt... habe sie mit WD 40, kleiner Spülbürste, Lappen und 6 Bar Luftdruck aus meiner Fußpumpe frei geblasen... sind jetzt wieder blitzeblank. 

Zylinder habe ich auf Dichtigkeit getestet... erst alle mit Wasser (ja Oberflächenspannung), dann den 3. mit Benzin. Das ganze zu gedeckt und 1-2 Stunden gewerkelt. Dann geguckt, alles Benzin noch da! Smile 

Btw. Ich bin mir natürlich darüber im Klaren, das ich wahrscheinlich einiges an Dreck, Metallspäne und sonstigen Gammel und Brösel in den Motor "gebastelt" habe. Werde natürlich versuchen, das alles mit einem sauberen neuen Lappen und WD 40 alles wieder blitzeblank zu kriegen... letztlich bleibt aber nur...Motor kurz laufen lassen und dann Öl und Filter wechseln... Rolling Eyes 

 

Update: Fußdichtung ist ab. Drei Tage... drei!!!

 

Momentan reinige ich die Zylinderköpfe vom  Ruß und Schmutz von 20 Jahren... pro Brennraum...eine Stunde. Benötigtes Werkzeug... siehe Foto!

Wie rechts zu sehen ist, ist der Zylinderkopf inzwischen äußerlich komplett gereinigt und auch die Brennräume und Ventile. Die Hälfte habe ich inzwischen mit dem Billigwerkzeug (links) von Amazon ausgebaut. Die werden dann morgen eingeschliffen und anschließend die Ventilschaftdichtungen getauscht. 

 

links, 10€ Ventilfederspanner von Amazon                             rechts, alles ausgebaut und sortiert

Alle Ventile sind ausgebaut. Die Einlassventile sehen aus wie neu, haben nur kleine Rußspuren und könnten so wieder eingebaut werden.

Die Auslassventile haben schon einiges an Ablagerungen. Heute noch eine neue Dose Backofenreiniger gekauft und damit eingeprüht. Vorher mit kleinen Zetteln 1-8 versehen, damit ich weiß, welches Ventil wo hin gehört. Stehbolzen sind auch angekommen. Prinzipiell kann der Zusammenbau los gehen... 

links, Einlassventil                                                                   rechts, Auslassventile

 

Heute die Auslassventile gereinigt. Das Einwirken lassen mit Backofenspray hat nicht viel gebracht. Also dann doch ins Bohrfutter vom Akkuschrauber eingespannt (Stoff dazwischen) und dann mit groben, feinem und ganz feinem Streifen Schmirgelpapier gereinigt. 

Danach die Ventile eingeschliffen, erst mit grober-, dann mit feiner Schmirgelpaste. Die Menge in den Döschen reicht für 1000 Ventile oder mehr, so viel brauchte ich gar nicht...

linkes Ventil eingeschliffen, rechtes noch nicht

 

Die Ventilschaftszange ist angekommen und totaler Schrott! Viel zu groß, wackelig, keine Zähne... konnte die alten nicht ziehen, die neuen auch nicht damit drauf stecken. Ging mit der Hand...flopp und drauf!

Die alten Ventilschaftdichtungen dann mit der normalen Zange gezogen... 10€ für Müll! (Wurde von Amazon erstattet)!

Danach die Ventile wider eingebaut... scheißarbeit! 

Heute die Fußdichtung (mit Dirko HT) aufgeklebt und später den Zylinder montiert. Danach noch die Zylinderkopfdichtung und den Zylinderkopf. Morgen die Stehbolzen. Sieht schon fast wieder wie ein Motorrad aus...

Ich habe mit einem Stück Gartenschlauch und einem Trichter mein Motoröl oben in den Motor eingefüllt und unten wieder raus laufen lassen. Danach das ganze durch einen 2. Filter mit mehreren (4-5) Lagen Fließ von der Dunstabzugshaube gefiltert. Das Ergebnis spricht für sich... DAS werde ich bestimmt noch öfter machen müssen...

links, die Ventilschaftzange von Amazon    rechts, die neu eingeklebte Zylinderfußdichtung

Alle Stehbolzen markiert, sortiert und nach Anleitung ein-geschraubt. Sie haben unten eine Beschichtung, so das sie gut halten, sobald sie unten angekommen sind...

 

 

So eine Scheiße!

Gestern festgestellt, das die Nockenwellen, Lagerschalen und natürlich auch der Kopf fette Riefen haben. Nicht nur an einem Zylinder, nein an 1,2,3,5,7... also fast alle. Der Vorbesitzer ist offenbar nicht nur kaum gefahren, nein er hat wohl auch 16 Jahre/12000km nicht das Öl gewechselt... Zum Glück sind die Riefen nur in der Mitte und nicht außen, so das der Ölfilm "noch" intakt ist! Mir wurde von "Experten" aus dem Forum mitgeteilt, der Motor wäre nur noch ein Haufen Schrott, würde bestenfalls 100.000km halten und ich sollte mir am besten direkt einen neuen einbauen... ich will mal hoffen, das das ebenfalls nicht stimmt!

Ich glaube ja eher, wenn kein neuer Dreck in den Motor kommt und dort Schaden anrichten kann, dann schleifen die Riefen sich von alleine raus... jedenfalls lasse ich das erstmal so wie es ist und bis 70.000km hält´s ja schon (Motor braucht kein Öl).smiley

 

Heute das Motorrad provisorisch zusammen gebaut! Ventilspiel geprüft, Kompression geprüft... Motor gestartet und... er läuft! Zum ersten Mal nach so langer Zeit! Hätte nicht gedacht, das ich das Scheißding je wieder ans Laufen bekomme! Hurra! 

Zum Schluß nochmal das Öl abgelassen (warm) und gefiltert. Alles OK, keine Brösel, kein Dreck! 

 

Heute das Motorrad komplett zusammen gebaut (bis auf den Bugspoiler, wg. Ölwechsel). Natürlich viel mir erst zum Schluss auf, das ich bei der Probefahrt eine Scheinwerfer-Befestigungsschraube verloren hatte. Also das Fahrrad geschnappt, die ganze Teststrecke abgefahren und... nichts gefunden. 

Also zum Bauhaus geradelt und zwei passende Schrauben mit Inbus Kopf gekauft. 

Danach die Nase wieder ab und alles passend montiert. Dann Probefahrt. 1x um den Flughafen und zurück. Alles OK, läuft! Gaszüge muss ich noch richtig einstellen und Ventile und Synchronisieren und Co... aber läuft!

Nach der Rückkehr das Öl/WD40/Dreckgemisch abgelassen... morgen kommt neues Öl rein. Erst mal das billige 15W40 für 1000km, danach das gute 20W50. 

Die Hauptsache ist: Der Motor ist dicht und verliert nirgends auch nur einen Tropfen Öl. Wenn das so bleibt, dann werde ich ihn auch die nächsten 25 Jahre nicht wieder auseinander bauen müssen. 

 

Das neue "Spülöl" 15W40 eingefüllt und eine 100km Testrunde in Richtung Siegen gedreht. Zürück entlang der Sieg. Motorrad läuft, aber noch nicht richtig. Gibt immer noch "Zwischengas", sollte sie aber nicht. 

Also wieder Luftfilter und Vergaser ab, Zylinderdeckel ab. 5 Ventil-Shims getauscht, 3 neu gekauft, zwei getauscht. Habe jetzt 3x 280er Shims über. Dann wieder Nockenwellen eingebaut und nachgemessen... alles OK. Ich musste die Auslassnockenwelle 3x aus- und wieder einbauen, weil ich mich mit dem Durchhang der Steuerkette verschätzt und um einen Zahn falsch eingebaut hatte. Beim ersten auseinander bauen hatte es sofort gepasst...

Der Vergaser war leider wieder dreckig, viele Düsen von den Düsenstöcken dicht... also auf die Suche nach der Ursache gemacht: Der Luftfilterkasten war total dreckig, also hinter dem Luftfilter, in- unter- und vor den Gummischläuchen (Verbindung 1+2). Habe den Kasten auseinander gebaut und alles mit Wasser, Seifen und Bremsenreiniger blitzeblank geputzt. Besonders die Wasser-Ablaufrille vorne war total verdreckt. Das kleine Schwämmchen vor dem Ablaufschlauch auch gleich erneuert.

Btw. Die Vergasermembranen waren auch teilweise rissig und abgescheuert. Habe sie provisorisch mit Hylomar eingepinselt und so (hoffentlich) erstmal abgedichtet. Die "Experten" vom Forum bestritten das, lagen aber falsch. Hält jetzt schon 5000 Kilometer. 

Ersatzmembranen kosten von Yamaha 110€ pro Stück no, selbst die Gummimembrane ohne Nadel als "Bastellösung" kostet ca.25€.

 

Heute ist das Paket "Plasti-Dip", Gummi aus der Spraydose gekommen. Habe damit die kostbaren Luftfiltergummis "Verbinung 1 und 2"von außen mit einer zusätzlichen Gummischicht überzogen, um sie so vor (mehr) Alterungsrissen zu schützen! Kurz trocknen lassen und zwischendurch den Vergaser zusammen und eingebaut. Natürlich die Federn vergessen. Viel mir ganz am Schluss auf. Die ließen sich aber auch bei eingebautem Vergaser montieren. Deckel ab geschraubt, Feder dazwischen, dann das ganze wieder zu. Fertig. Dann Probefahrt! Lustigerweise, oder eher nicht, lief mir jede Menge Benzin aus dem linken Entlüftungsschlauch und bildete einen See unter meinem Motorrad. Also erstmal zurück. Zu Hause kurz im Internet recherchiert und dann mit vorsichten Hammerschlägen gegen den Vergaser geklopft. Waren nur die Düsen verklemmt.

 

2. Probefahrt wurde dann auch sehr kurz. Ein Wolkenbruch stand bevor und kaum stand das Motorrad wieder in der heimischen Garage, öffenten sich die Fluttore des Himmels. 

Die Vergaser-Entlüftungsschläuche verlieren kein Benzin mehr. Die Verkleidung ist wieder komplett. Der Temperatur-Fühler für die Öltemperatur ist da, nur der Adapter nicht. 

Temperaturfühler und Adapter sind beide angekommen, beide Gewinde großzügig mit Hylomar eingstrichen und eingebaut. 

Heute die Regenpause genutzt und die Vergaser mit meinen Böhm-Synchronuhren auf 0,33 Bar eingestellt.

 

Testfahrt Nr... keine Ahnung.

Auf die Dosenbahn rollen lassen mit 80km/h... alles super. Dann Tempolimit aufgehoben, Vollgas 200 und... Dichtung durchgeblasen... sehr unschöne Geräusche. Dachte zuerst, die Nockenwellenlager hätte es geschrottet. War aber nur eine Zylinderkopfdichtung für 40€! Beim Fehler suchen dann auch noch festgestellt, das mein Motorrad 8 Krümmerdichtungen in 4 Krümmern hat... also 4 zuviel. Nein, ich war das nicht... wie immer der Vorbesitzer!

Jedenfalls habe ich jetzt erst mal 2 Stunden lang den ganzen Scheiß auseinander gebaut und eine neue Dichtung bestellt.... damit ist dann erstmal Schluss... fairerweise muss ich sagen, das mit der Kopfdichtung geht wohl auf meine Kappe, hatte die Schrauben zwar fest genug eingeschraubt, dabei aber nicht bedacht, das die Dichtungen noch sacken und die Schrauben nochmal nachgezogen werden müssen. Wird von den "Experten" bestritten, aber die halten mich inzwischen eh alle für blöd!

 

Dichtunssatz ist angekommen und ich habe alles nochmal zusammen gebaut. Den schweren Zylinderkopf über die Stehbolzen zu bekommen ist schon nicht leicht. Leider schieben sich die Gummis der Stehbolzen dabei zusammen wie Faltenbälge und der Kopf liegt nicht plan. Erst habe ich (an der scheiß Dichtung) meine Finger und Hände zerschnitten, dann die Gummis mit dem Messer. Ohne hat´s dann geklappt.

Diesmal die Schrauben mit Drehmomentschlüssel und 35nm angezogen. Dann den Rest zusammen gebaut. 

Leider ist mir die Schraube vom Kettenspanner zerrisssen, hatte wohl einen Haarriß. Die gibt´s natürlich nicht einzeln, musste einen neuen gebrauchten Spanner für 23€ bei bike-teile.de bestellen. 

Dann habe ich auch noch eine Ventildeckelschraube gekillt, mit dem T-Schlüssel! Mit dem Rad zum Yamaha-Händler und vor verschlossener Tür gestanden... ist seit 3 Wochen zu! Zum Glück zu Hause in der Werkzeugkiste eine ähnliche passende Schraube gefunden. Gummi umgebaut und... passt. Diese Schrauben gibt´s übrigens sogar im Bauhhaus in der Schraubenabteilung... nicht genau so, aber passende. 

 

Probefahrt hat geklappt, Motorrad fährt, verliert kein Öl, verbraucht kein Öl, Dichtung hält auch bei 230km/h.... das war´s....hoffentlich! 

 

Ich habe echt keinen Bock mehr an der Scheißkiste zu schrauben!angry

 

 

07.08.2016

Nach längerer Frustpause habe ich dann doch noch etwas gebastelt.

Vorne alte Scheiben und Klötze demontiert, Bremszangen gereinigt (Bremskolben), mit Bremspaste eingeschmiert und neue Wave-Scheiben (FE) und Klötze (AP) montiert. Dabei auch noch Faltenbälge an den Standrohren angebracht. Radlager und Tachoschnecke habe ich auch abgeschmiert. 

Einen neuen Kettensatz 18/38 konnte ich noch nicht montieren, ich habe keine Nuss im Nusskasten, die groß genug ist...

Das Bremsöl in der Hydraulik-Bremse und in der -Kupplung habe ich mit einer Spritze abgesaugt, den Vorratsbehälter gereinigt und entlüftet. Öl war uralt, die Behälter schmutzig. Angeblich alles bei der 700€ Inspektion gemacht worden... 

 

10.08.2016

Heute ist das 500mm Polsterfließ für die Sitzbank gekommen.

 

21.08.2016

Habe die Sitzbänke meiner beiden Motorräder neu bezogen. Zuerst die FJ, dann die XJ (von der sind auch die Fotos). Ist nicht perfekt (Falten) geworden, sitzt sich aber sehr bequem. Die reinen Materialkosten (Kunstleder, Polsterwatte) sind kaum der Rede wert, etwas Werkzeug ( Klebepistole, Halteklammern) braucht man aber schon. 

- alten Sitzbezug lösen (Heftklammern)

- Polsterwatte zuschneiden und auflegen

- Kunstlederbezug zuschneiden und auflegen

- Polsterwatte nachschneiden und mit Heißkleber auf dem alten Schaumstoff befestigen

- Kunstlederbezug mit Klammern befestigen und dann Stück für Stück mit Heißkleber befestigen

- Kunstlederbezug überstehendes Material mit dem Kuttermesser entfernen

- Bezug an den kritischen Punkten mit Klammern und Polsterband fixieren

 

02.09.2016

Die letzten Tage an der FJ eine 12V USB Doppelsteckdose und eine digitale Spannungsanzeige eingebaut und verkabelt. 

An der XJ600 heute ebenfalls eine 12V USB Doppelsteckdose verbaut, für die Digianzeige gibt´s leider keinen Einbauplatz. Dabei ebenfalls die zahlreichen zusätzlichen Plus&Minus- Kabel neu verkabelt...

Um das lästige Geklapper der rechten Außenspiegel zu beseitigen je ein Loch gebohrt um da Bauschaum hinein zu sprühen.

 

16.09.2016

Heute eine neue dig. Öl-Temperaturanzeige eingebaut und angeschlossen.

- Plus hinter die Zündung

- Minus an Masse

- Signalgeber unten an den Sensor

- Sensor an Masse

Testfahrt und funktioniert. Zeigt als untersten Wert immer 40° an... bei 18,90€ ist das OK!

Ich hatte eine Ewigkeit mit den Kabeln von der alten analog-Anzeige herum experementiert, dachte schon, ich wäre zu blöd dafür, dabei war einfach nur die analog-Anzeige kaputt.

 

Btw. Bei dem Versuch, die klappernden Außenspiegel mit Bauschaum zu fluten, habe ich mir den Spiegel der FJ gekillt. Schlauch zu langsam raus gezogen... peng! Bei der XJ hat alles geklappt. War ja klar.

Neue Spiegel bei Tante Louise für 19,90€ gekauft und beide Spiegel ersetzt. Sicht nach hinten ist schlechter, aber das bleibt jetzt erstmal so. Siehe Foto unten!

Die letzten Tage zwei neue Benzinfilter bei Tante Louise gekauft und eingebaut... Schlecht war, beide Filter waren ab Werk undicht und ich musste sie (siehe Bild rechts) mit Hylomar versiegeln. Gut ist, das ich jetzt hoffentlich sehen kann, ob im Tank/Benzin noch Dreck, Ablagerungen, verharzter Sprit ist. Ansonsten hätte ich andere Filter gekauft. 

 

11/12.10.2016

Die Federgabel war mir zu weich. Also habe ich das Shell W10 Gabelöl abgelassen, die Gabelrohre mit 500ml Bremsenreiniger gereinigt und Procycle 10W20 eingefüllt. Zusätzlich habe ich die Gabel mit je 500ml statt 450ml befüllt, damit sie noch härter wird. Ist sie, bretthart. Werde wieder ein Bisschen ablassen müssen. Obwohl das Gabelöl nur ein Jahr alt ist (5000km) und die Gabel von der "Fachwerkstatt" angeblich zerlegt und gereinigt wurde, war das Öl stinkig und schwarz-grau. Farblich genau wie das von der XJ, nur das war 8 Jahre und 50000km alt... Bei der Gelegenheit festgestellt, das bereits progressive Gabelfedern verbaut sind. Die sind aber wohl schon recht alt und etwas weich geworden...

 

13.10.2016

Gestern und heute jeweils 15 ml Gabelöl pro Gabel abgelassen und Probe gefahren. Mit 30 ml weniger, also 470 ml pro Gabelholm passt es ganz gut. Bei der XJ direkt die richtige Menge eingefüllt, sie schaukelt mehr als vorher mit dem Castrol W15, aber das liegt wohl  eher an den Original Federn mit 130.000km! Der Test auf der Panzerplatte ergab, ist ok so, noch härter geht auf die Handgelenke! 

 

15.10.2016

Heute nochmal mit 1,5m langem Eisenrohr als Verlängerung versucht die 36er Nuss vom Ritzel abzubekommen. Mit 2x minutenlangem Kampf ging sie tatsächlich ab. War total fest gerostet. Danach das Hinterrad ausgebaut, die Lager geprüft und nachgefettet. Alle Lager sind 2RS oder Z Lager. Alle in Ordnung. Danach Ritzel und Kettenblatt getauscht und alles wieder zusammen gebaut. Die Kupplung entlüftet und Öl nachgefüllt. Dann Probefahrt: 5.Gang: 60km/h-2000 U/min. 85Km/h-3000 U/min. 100Km/h-3500 U/min.

 

 

20.10.2016

Heute die Polisport Handprotektoren angebracht.

Lenkerenden abgeschraubt, Protektoren dran gehalten, mit 700° Heißluftfön erwärmt und angepasst. Dann mit neuen Lenkerenden fest geschraubt. 

 

Die Protektoren brauche ich weniger zum Schutz vor Büschen, Steinschlägen oder Stürzen. Sondern als Wind- und Wetterschutz im Winter. Wie ganz oben zu lesen, bin ich ja mit dieser "Schrottkiste" im letzten Winter bei 1-4° 500 km von München nach Köln gefahren, ohne Heizgriffe oder Windschutz. DAS muss ich nicht noch einmal haben. Auch wer nicht im Winter fährt, auf Passstraßen in den Bergen kann es auch im Sommer mal ungemütlich werden. Zuletzt habe ich noch getestet, ob meine Lenkerstulpen drüber gehen:

Sie passen! Damit kann man (ich) auch bei Temperaturen von weit unter 0° noch fahren,  ohne das die Hände frieren. 

 

 

22.10.2015 Probefahrt

Heute eine Testrunde gedreht. Auf der Dosenbahn am Phantasialand vorbei, dann weiter in Richtung Eifel. Bei der ersten Gelegenheit voll aufgedreht und die alte Kiste fliegen lassen. 

230 km/h (GPS) bei 8000 U/min. 

Wegen der zu langen Übersetzung, der Textilkombi, den Lenkerprotektoren und einem 5l. Kanister auf dem Gepäckträger war sie 10km/h langsamer als Werksangabe. Aber für ein 24 Jahre altes Eisenpferd ist das mehr als Ok.

Schließlich haben ja diverse "Experten" geschrieben, das der Motor Schrott ist! wink

 

24.10.2016

Nach nur einer Woche, kurz vor Saisonende sind die bestellten Hupen "Subaru Impreza 139 dB" eingetroffen. Lieferzeit aus Honkong eine Woche, kommt per Briefträger-in.

Die Hupe ist deutlich größer als die original Yamaha Hupe. Daher war die Monage auch nicht ganz einfach. Ich musste den Halter schon ein Paar mal biegen, bis sie weder an den Scheinwerfer, noch an den Rahmen beim drehen des Lenkers kam. 

Bei der XJ600 Diversion war die Montage viel einfacher... weil seitlich am Rahmen...

 

29.10.2016

Testrunde 

Heute noch ein Paar Testrunden gedreht, mit gutem Super Plus voll getankt und für den Winterschlaf vorbereitet. 

Dazu noch ein kurzes Video: 

 

 

2017, neues Jahr... neue Probleme!

Obwohl ich mit der FJ dieses Jahr erst ein- oder zweitausend Kilometer gefahren bin, habe ich schon wieder was zu schrauben. Die Schwinge hinten hat zu viel Spiel. Der Grund war dann auch klar. Die Nadellager von Schwinge und Umlenkung haben zu viel Spiel, bzw. sind verrostet.

Der Ausbau war natürlich eine Schweine Arbeit. Bugspoiler, Auspuff komplett und Hinterrad müssen ab.

Die Umlenkung war von außen total mit Kettenfett und sonstigem Schmutz von 25 Jahren eingesaut, so wie auch der Rest... bäh! Trotzdem waren die Lager fettfrei und total verrostet.

Mit einem großen Schraubendreher und einem fetten Hammer habe die die alten Lager raus gekloppt und warte jetzt auf die neuen... Lieferzeit eine Woche. Der Bolzen hat zwar auch etwas gelitten, ich drehe ihn aber nur um und hoffe, das er so wieder geht. Neuer Bolzen kostet fast 80€! 

Inzwischen habe ich Umlenkung, Knochen und Schwinge gereinigt und mit Zinkspray lackiert...

 

Auf die Arbeit hätte ich (jetzt) zwar gerne verzichtet, der TüV sieht das aber bestimmt anders. Aber früher oder später wäre das eh fällig gewesen...

Wenn die schwinge wieder drin ist, werde ich auch die abgefahrenen AM26 beim Reifenhändler um die Ecke durch Spirit ST ersetzen. So sollte sie dann über den TüV gehen... hoffentlich! 

 

Der TüV war von dem Motorrad nicht 100% begeistert. Der Bremslicht-Kontaktschalter/Handbremshebel war defekt (übersehen), der Lenker nicht eingetragen und die LED Birne war dann auch nicht so klasse...außerdem war die ABE vom Windschild nicht lesbar...

 

Neuen Schalter (vorne am Bremshebel) für 9,90€ von Louis besorgt und eingebaut, die LED-Birne ausgetauscht und auch die Standlichtbirne erneuert.. die ABE-Nummer am Windschild frei gelegt und den Lenker eintragen lassen (Gutachten).

Beim 2. Versuch ging dann alles klar.

Wieder Zuhause einige Schrauben von der Verkleidung getauscht und mit Dichtgummis (Bügelbier) zusätzlich als Schwingungsdämpfer versehen... dann noch einige Aufkleber von meinen Sponsoren angebracht...

 

15.09.2017

Zurück von meiner "Weltreise" nach Guernsey, hatte ich dann wieder ein bisschen zu Basteln: Die Kupplung klappert. 

Also habe ich die Kupplung auseinander gebaut, die Scheiben nachgemessen (alles ok) und den Kupplungkorb mit der Feile bearbeitet. Die Riefen waren nach 25 Jahren und 68000km (oder 168000) jedenfalls deutlich. Die anschließenden Testfahrten ergaben... klappert immer noch, aber deutlich leiser.

 

30.10.2017

Zum Saisonende dem Motorrad Benzin ohne "E" aus Luxemburg gegönnt und eine Dose Motor Innenreiniger von Procycle eingefüllt... kurz laufen lassen. Batterie ans Ladegerät, 0,5 Bar extra in die Reifen, zu gedeckt! 

 

18.01.2018


Die alte vom Vorbesitzer unfachmännisch schief abgesägte Tourenscheibe hat mich schon lange gestört. Daher habe ich mir eine neue MRA Tourenscheibe mit Spoiler für ca. 100€ gekauft.

 



Bestellt am 27.12.2017 bei
motobox24.de
MRA Vario Touringscheibe VT klar Yamaha FJ 1200 ab 1991
Lieferzeit: 2-4 Werktage
Zunächst waren die Mitarbeiter in Urlaub, dann am 02.01.2018 bekam ich die Mitteilung:
Neuer Status: In Bearbeitung
Dann passierte erst einmal Tagelang gar nichts...
Am 08.01. fragte ich nach, was denn aus meiner Lieferung geworden ist (2-4 Werktage)... und bekam erst mal gar keine Antwort.
Am 11.01. bekam ich die sinnfreie Antwort: Bitte haben Sie noch ein bisschen Geduld. Ich hoffe das die Scheibe heute bei der Lieferung mit bei ist.
Was wohl bedeutet, sie hat sich nicht einmal die Mühe gemacht nachzusehen!
Am 12.01. schickte ich ihr noch eine Email und drohte mit Rücktritt vom Kaufvertrag...
Am 15.01. rückte sie dann mit der Wahrheit raus: Scheiben bestellen wir immer erst nach Bestellung, momentan hat MRA Lieferschwierigkeiten.
Wie man so eine Lieferzeit von 2-4 Werktagen hin bekommen will, ist mir schleierhaft...
Heute (18.01) ist die Scheibe eingetroffen, ohne weitere Entschuldigung oder Zugabe... nicht mal eine Tüte Gummibärchen!
Jedenfalls habe ich die Scheibe eingebaut und sie passt... Probefahrt fällt wegen des Orkans allerdings aus...

 

27.01.2018

Die Vergasermembranen hatte ich letztes Jahr mit Hylomar geflickt und abgedichtet. Das war natürlich nur provisorisch.Jetzt habe ich sie zum Spezialisten geschickt und die Gummimembranen ersetzen lassen. Das war mit ca. 120€ zwar immer noch teuer, aber wesentlich günstiger, als für 80€/Stück bei Yamaha neue zu kaufen...

 

 

http://www.motorradbay.de/

 

Den Tank abgebaut, die Deckel der Vergaser abgeschraubt, die neuen Membranen eingesetzt, alles wieder zusammen... getestet... läuft!

 

26.04.2018

Ich bin sauer!

Die letzten Tage die FJ einer kleinen Durchsicht unterzogen. Die Zündkerzen rausgeschraubt und geputzt. Die Kompression geprüft (10,10,9,10 Bar) und den undichten Ventildeckel neu abgedichtet. 8 neue Dichtungen und zwei Ventildeckelschrauben gekauft. die Deckeldichtung gereinigt und neu eingeklebt. Dann alles wieder zusammen gebaut. Dazu noch kurz die Nase abgebaut und einen alten Riss unter dem linken Blinker (wieder mal) mit dem Lötkolben und einem Stückchen Drahtgitter zu geschweißt. Sieht von außen nicht so klasse aus (Scarface), sollte diesmal aber halten.Dann die Nase wieder dran und plink... irgendwas ist auf den Boden gefallen... eine Metallklammer! Also Nase wieder ab und Klammer neu gefestigt...

Weil ich sie eh nicht mehr zusammen bekommen würde, statt dessen das Steuerlager frei gelegt. Wagenheber drunter, Lenker ab und alles frei... Überraschung: Rost und Gammel von 15-20 Jahren. Angeblich alles in der Fachwerkstatt "Pablo Montoya" in München gemacht worden. Wie man aber auf dem Foto links oben sieht, wurde da gar nix gemacht. Eine schande, das dieser "geldgeile Pfuscher" seinen Laden wieder geöffnet hat, um ahnungslosen Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen (meine sehr persönliche Meinung Aufgrund obiger zahlreicher extrem negativer Erfahrungen)!

Alles gereinigt, geprüft (kleine Riefen, aber geht noch), neu gefettet und dann wieder zusammen gebaut!

 

Freitag, fast fertig

Die Nase wieder dran gebaut, vorher noch die Tachowelle mit Bremsenreiniger durchgeblasen, die Knickstelle oben mit selbst verschweißendem Gummiband stabilisiert und neu gefettet.

An den Haltern für die Spiegel herum gebastelt und diese wieder angebaut. Über den Winter baue ich die immer ab, so ist die Kiste nicht ganz so breit! 

Die Halter des vorderen Schutzblechs zum x-ten mal geschweißt... diesmal mit Metallgitter als Stabilisierung. Der 25 Jahre alte Kunststoff ist da schon extrem alt und rissig geworden. 

Die Kiste kurz nach oben gefahren und Probe laufen lassen... alles dicht!

Sieht gut aus... schade, das ich dieses Jahr wohl keine Zeit für eine größere Reise haben werde.

 

31.05.2018 Schönheitsreparaturen 

Beim Wenden bin ich mehrmals gegen die Ecke der Hauswand gerollt. Bis ich begriffen hatte, das ich nicht mit dem Metall-Gepäckträger, sondern mit der Heckverkleidung anstoße, hatte ich schon den Schaden.

Also das ganze angeschliffen, bei gespachtelt, und über lackiert. Sieht ganz ok aus für auf-die-Schnelle...

Anschließend habe ich noch das Schaltgummi gewechselt. Zu Louis geradelt (Mitarbeiter haben nix gefunden obwohl der Computer sagte es wäre da). Also schicken lassen. Direkt 2x 40mm Gummi für beide Motorräder, je 2,99€). Altes Gummi mit dem Cuttermesser abgeschnitten, etwas Seife auf den Schalthebel, das neue Gummi mit dem Fön erhitzt und drauf... Ging ganz leicht!

 

 

Um die Sichtbarkeit bei Nacht zu verbessern, habe ich reflektierendes Klebeband angebracht. 

Zunächst nur vorne, hinten kommt später (muss noch trocknen)! 

Zum Schluss habe ich noch die Abschlussbleche meiner Tüten entrostet, verzinkt und mit 700° Hitzeschutzlack lackiert... erfahrungsgemäß brennt der aber schneller weg als das Zinkspray! 

 

03.06.2018

Bei der Durchsicht die Tage festgestellt, das die Klötze hinten ziemlich abgefahren sind. 

Nach nur zwei Tagen sind die neuen Klötze AP Standard von France Equipment eingetroffen. Warum Standard und nicht Racing? Erstens bin ich kein Racer, zweitens halten die Scheiben so länger...

AP Standard, LMP155ST

Alte Klötze runter, Bremszange gereinigt, Kupferpaste mit dem Finger aufgetragen und alles wieder zusammen. Dann altes Bremsöl mit der Spritze abgesaugt, neues eingefüllt, entlüftet... und geärgert!

Das alte Bremsöl sah teilweise aus wie Flüssigseife. Dabei doch angeblich bei der "Inspektion" durch die "Fachwerkstatt Pablo Montoya" in München gewechselt worden...angry

 

07.06.2018

Ein Kollege hat mir preisgünstig seine gebrauchten Stahlflex-Bremsleitungen angeboten. Natürlich habe ich sie genommen und heute eingebaut.

Alte Leitungen de-, neue montiert, Bremse mit neuem DOT4 befüllt und entlüftet. Die alte Pulle 5.1 war leer, also musste ich noch zur Tante Louise fahren und neue holen... 

Bremsdruck ist besser, nicht so hart wie bei der XJ, aber schon ein Unterschied. Weil ich das Zeug eh schon in der Hand hatte, habe ich an der XJ gleich mit gewechselt...

Wie auf dem Foto rechts gut zu erkennen, sind Protector und Bremsschläuche leicht im Weg. Also musste ich den Protector mit dem Fön erhitzen und dann anpassen/biegen... passt jetzt wieder! 

 

13.06.2018

 

Heute die übrige gebliebene Stahlflex-Bremsleitung hinten eingebaut. Passte sogar direkt.

22.06.2018 Putz- und Basteltag

Links die Verkleidung vom Ritzel entfernt und dahinter alles gründlich von Fett und Schmodder befreit. Ritzel ist noch OK, ganz leicht eingelaufen.

Danach die Kiste gleich noch mal gereinigt und poliert, mache ich ja sonst eher... nie! cheeky

 

06.07.2018

Heute die Seitendeckel poliert und neu lackiert...

 

Also den ersten nur mit der Schrubbürste entlackt, dann mit dem Polierset poliert und am Schluss neu mit Klarlack lackiert... den zweiten demontiert und dann... s.O.

Deckel zwei ist besser geworden...

 

Das Polierset gibt´s bei OBI und kostet knapp 10€. Mit ein wenig mehr Mühe hätte ich auch die letzten Kratzer heraus polieren können. Aber sonst sieht sie ja am Ende noch "schwul" aus... wink